Dritte Pumpstufe gestartet – aber was dann: Pumpen bis zum letzten Tropfen?!

Start der 3. Pumpstufe bedeutet fortgesetzte Zerstörung von Natur, Umwelt und Gebäuden –Wasserförderung stoppen: sofort und konsequent!

Angelehnt an den Slogan der Fridays-For-Future-Bewegung „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut“, versuchte sich in dem Fernsehfilm >Bis zum letzten Tropfen< (1) die betroffene Dorfjugend Gehör zu verschaffen:

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unser Wasser klaut!“

Doch ihr Widerstand gegen schwindendes Grundwasser, verursacht durch unverantwortliche Entnahmen, verhallte. Ablehnung und Protest kamen dort leider zu spät, das Kind war schon in den Brunnen gefallen, heißt: die Verträge unterschrieben.

Aber hier bei uns ist es noch nicht zu spät, eine Umkehr ist möglich – heißt: Stopp der 3. Förderstufe, die gemäß kurzer Mitteilung des Wasserverbandes Lingener Land (WVLL) auf seiner Internetseite (2) und in der hiesigen Presse am 09. März 2022 begann. Der WVLL erhöht nach 0,5 Millionen m³ / Jahr (1. Pumpstufe) auf 1,0 (2. Stufe) nunmehr auf 1,5 Mio. m³/a. Die Erhöhung und Fortsetzung für die nächsten 12 Monate wurde nach WVLL-Angaben auf Basis seiner Gutachter-Daten vom Landkreis Emsland (LK) am 28. Februar 2022 genehmigt.

Obwohl laut öffentlich zugänglicher Daten immer weniger Regen fällt und die Grundwasservorräte auch ohne zusätzliches Pumpen immer geringer werden, hat der LK den 3. Fachbericht als Entscheidung für die Fortsetzung in kürzester Zeit autorisiert. Dabei blieb seinen Fachbehörden für die Prüfung der umfangreichen Unterlagen und zur Stellungnahmen von Ende Dezember bis zur Erörterung am 24. Februar 2022 kaum Zeit – der 3. Jahresbericht zur Hydrogeologie beinhaltet allein schon 141 Seiten (3) mit 16 Anhängen und 49 Anlagen.

Eine seriöse und neutrale Begutachtung der umfangreichen Unterlagen benötigt viel mehr Zeit, als dass man das mal so eben über die Jahreswende erledigt. Zeit, die über eine der wichtigsten Zukunftsangelegenheiten unserer Region entscheidet. Dem so einfach zugestimmt? Das wäre fahrlässig und unverantwortlich, allein schon den nachfolgenden Generationen gegenüber. Oder ist das nur eine Frage der Perspektive? Es gibt längst Alternativen!

Im nachfolgenden Beitrag zeigen wir die Auffälligkeiten und Ungereimtheiten auf. Wir erklären die Fakten, dort, wo der Wasserverband täuscht, die Gegebenheiten schönrechnet und der Landkreis als Genehmigungsbehörde weiterhin zwingend erforderliche Beweissicherungsmaßnahmen ablehnt.

Kurzer Überblick der nachfolgenden Schwerpunkte:

  • die Wahrheiten aus dem Fernsehfilm und der Dokumentation ‚Bis zum letzten Tropfen‘ für unsere Region

  • Unser Grundwasser – der unsichtbare Schatz – Weltwassertag 2022 am 22. März

  • Missachtung der Bürger – Petitionswillen wird totgeschwiegen

  • neuestes Urteil des BVerfG zur Generationenverpflichtung und staatlicher Sorgfaltspflicht

  • 3. Jahresbericht, erstellt nach nur 18 Monaten Pumpzeit – „alles paletti“: kaum Absenkungen, keine Schäden – so die Zusammenfassung des WVLL, vorhandene Auffälligkeiten seien klimabedingt

  • schädliche Absenkungen, niedrige und weiter sinkende Grundwasserstände – so die Beobachtungen und Erkenntnisse aus der Praxis

  • konkurrierende Feldberegnung aus der Sicht des Wasserverbandes

  • angeblich schwebendes Grundwasser und die Last mit den Beweissicherungen

Nur weil er nach dem UIG dazu verpflichtet ist, hat der WVLL die Gutachten nebst Anlagen und Anhänge – über 1000 Seiten! – auf seiner Homepage verlinkt (2), allerdings, ohne die Bevölkerung über den tatsächlichen Sachstand aufzuklären. Wir haben uns die Mühe gemacht, die Unterlagen und Gutachten zu sichten.   –>Weiterlesen

Die Wahrheit hinter den Pumpversuchen – erschreckend!

Mitteilung der AG Unser Wasser zum laufenden Pumpversuch

Seit dem 9. März 2020 pumpt der Wasserverband Lingener Land (WVLL) Grundwasser aus drei Tiefenbrunnen zu Pumpversuchszwecken zur Erschließung eines neuen Trinkwassergewinnungsgebietes in Lengerich-Handrup. Diese Versuch wurde am 11.02.2019 vom Landkreis Emsland genehmigt.

Die Arbeitsgemeinschaft zum Erhalt des Grundwassers in Lengerich und Umgebung, AG Unser Wasser, hat sich mit sachlichen Argumenten gegen die Pumpversuche ausgesprochen. Einige unmittelbar betroffene Familien hatten im April 2019 fristgerecht Klage eingereicht. Ein Gerichtstermin ist auch nach 16 Monaten immer noch nicht anberaumt.

Trotzdem hat der Wasserverband mit der 1. Pumpstufe von 0,5 Millionen m³ im ersten Jahr, 1,0 im zweiten und 1,5 Millionen im dritten Jahr begonnen.

Die AG hatte umfangreich recherchiert und Schäden vorhergesagt, welche nun auch schon sichtbar werden – nach bereits 5 Monaten, mit nur einem Drittel der später geplanten Fördermenge.

Beispiel: Buchenbestand im Tüsselwald, 650 m südöstlich Brunnen I und 750 m südwestlich Brunnen II

Aus: DJI_0016 (52; 32; 47.4590 // 7; 33; 7.8327 // 29.05.2020)

Aus: DJI_0011 (52; 32; 47.7018 // 7; 33; 7.6156 // 27.08.2020)

Buchenbestand im Mai’2020     …GW-Stand 2,14m unter Flur am 22.5.2020

Buchenbestand im August’2020 …GW-Stand 2,63m unter Flur am 27.8.2020

Auf eigene Kosten wurden im März neue Grundwassermessstellen zur Kontrolle eingerichtet und werden diese 14-täglich gemessen. Die Ergebnisse werden laufend auf der AG-Homepage veröffentlicht und sind auf der Download-Seite abrufbar.  –>Weiterlesen

Kein Puffer für die Auswirkungen des Klimawandels!

Klimawandel? Was ist das? – Stopp und Abbruch der Pumpversuche, sofort!

Heute am 22. März 2020 ist Weltwassertag. Er wird seit 1993 jährlich an diesem Tag begonnen. Ziel des von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltwassertages ist es, auf die Bedeutung des Wassers als Lebensgrundlage für die Menschheit aufmerksam zu machen. Wasser ist unser höchstes Natur- und Kulturgut – ohne Wasser kein Leben! Wasser ist eine begrenzte Ressource, damit endlich und betrifft jeden.

Der Weltwassertag 2020 steht unter dem Motto ‘Wasser und Klimawandel‘ (1).

Heute am 22. März 2020 ist aber auch ein trauriger, sehr trauriger Tag.

Vor zwei Wochen hat der Wasserverband Lingener Land mit dem Beginn der Pumpversuche die Büchse der Pandora geöffnet und unverhohlen signalisiert:

„Seht her, wir machen es doch! Ihr könnt es gar nicht verhindern!“

Ohnmacht, Wut, Resignation oder nur Hilflosigkeit ist die Folge: „Die da oben machen ja doch was sie wollen.“

Fehnteich-trocken

Berlager Fehnteich 2018

Das hat Strategie – allen Bedenken, Widersprüchen und eingereichten Klagen beim Verwaltungsgericht Osnabrück zum Trotz. Wie bereits beim Leitungsbau: Erst Fakten schaffen, dann Rechtslage klären? Es soll sichtbare Wirkung in der Bevölkerung hinterlassen. Denn den anfänglichen Aufregungen begleiten mehr oder weniger zaghafte Proteste. Und danach folgt schon bald die Resignation. Und mit Resignation kann man sehr gut arbeiten. Denkt augenscheinlich auch der Wasserverband, denn dieses Kalkül funktioniert in der Regel immer.

Es wirkt wie Satire, wenn der Wasserverband – und der Landkreis im Schlepptau – behaupten, dass die Pumpversuche als Alternative zur Alternative (Nutzung von Oberflächengewässer) zu betrachten sind (2). Pumpversuche als Ausdruck alternativer Wasserförderung? Ein Wasserwerk in Lengerich-Handrup als alternative Förderung zu den zwei bestehenden in Darme und Grumsmühlen, möglicherweise noch als einen Beitrag für den Umweltschutz und als zweckmäßige Antwort auf den Klimawandel? Es ist arrogant, zu meinen, dass die Bevölkerung selbst nicht weiß und beurteilen kann, was gut für Fauna, Flora, Gebäuden, Land und Leute ist.

Doch wir resignieren nicht. Und geben unser Ziel nicht auf, das geplante Wasserwerk zu verhindern. Dies gebietet allein schon die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen. Wir lassen uns nicht blenden. Wir wollen aufklären und informieren. Nicht nur über die Motive des Wasserverbandes und des Landkreises mit den beabsichtigten Pumpversuchen.

In unseren Beiträgen auf dieser Homepage haben wir uns umfassend mit den Absichten der Verantwortlichen, mit den Widersprüchlichkeiten und Zwängen, mit der Brisanz und den Gefahren für die hiesige Umwelt auseinandergesetzt.

Wir erklären die Zusammenhänge, die Fakten und die Handlungsoptionen. Weiterlesen –>

Eilmeldung – Pumpversuch startet mit einer Vorankündigung von nur 2 Tagen!

1. Pumpstufe beginnt am Montag, 09.März 2020 – bekanntgemacht am Samstag 07.März 2020

Jetzt ist die Büchse der Pandora geöffnet: der Wasserverband Lingener Land hat sie geöffnet! Allen Bedenken, Widersprüchen und eingereichten Klagen zum Trotz. Es passt zum bisherigen Stil des Wasserverbandes: alles kleinzureden, die Entscheider in Politik und Verwaltung mit zweifelhaften Argumenten und Gutachten hinzuhalten beziehungsweise zu blenden.

Und die Bevölkerung mit kurzfristigen Aktionen und Verlautbarungen zu überraschen. So auch jetzt. Teilte der Wasserverband den Lengericher und Handruper Gemeinderäten noch Anfang März mit, dass die Pumpversuche „vielleicht noch im März“ beginnen, so musste die erstaunte Bevölkerung am Samstag, 07. März 2020, eine Bekanntmachung in der Lingener Tagespost lesen, dass es bereits nach dem Wochenende losgeht – direkt am Montag, 09. März.

Geschickter Schachzug? Am Wochenende lässt sich weder juristisch noch verwaltungstechnisch noch medienwirksam etwas erreichen. Daher haben wir kurzfristig eine Erklärung für die Öffentlichkeit und einen Aufruf gestartet. Lesen Sie hier.

Erlaubnis erteilt – keine Spur von Verantwortung für unser Wasser und für die Natur

Pumpversuche trotz sinkender Wasserstände, weniger Niederschläge, auf der Basis überholter Grundwasserdaten – Alternativen zur Grundwasserentnahme!

Der Landkreis Emsland hat die am 01.September 2016 vom Wasserverband Lingener Land (WVLL) beantragten Pumpversuche mit Erlaubnis vom 11.Februar 2019 und Amtlicher Bekanntmachung vom 28.Februar 2019 genehmigt.

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Die Genehmigungsbehörde sagt u.a. darin: durch die Grundwasserentnahme zu Pumpversuchszwecken entstehen keine schädlichen Gewässerveränderungen, es werden keine erheblichen Auswirkungen erwartet und eine Umweltverträglichkeitsprüfung (…) ist nicht erforderlich.

Wir zeigen das Gegenteil auf!

Der Landkreis teilt damit die Auffassung des Antragsstellers und weist darauf hin, dass Schadensansprüche nur auf Grundlage einer Beweissicherung geltend gemacht werden können und sämtliche erhobenen Einwendungen und Stellungnahmen zurückgewiesen werden, soweit sie sich nicht durch entsprechende Nebenbestimmungen, Hinweise, im Durchführungsplan oder durch Zusagen des Erlaubnisinhabers im Laufe des Verfahrens auf andere Weise erübrigt haben. Gegen die Erlaubnis muss nach Rechtsbehelfsbelehrung direkt eine Klage vor dem Verwaltungsgericht erhoben werden, wenn man die Auffassung des Landkreises (Anm.: und damit des WVLL) nicht teilt. Das geht aber nur innerhalb eines Monats, also mit Ablauf des 25. April 2019. Für Personen, denen der Bescheid bereits persönlich zugestellt wurde, läuft die Monatsfrist ab Zustellung und Bekanntgabe. Weitere Hinweise und Erläuterungen finden Sie hier.

Mit Respekt und Stolz blickt unsere politische Elite auf unsere Jugend. Sowohl der Bundespräsident, die Bundeskanzlerin als auch der Bundestagspräsident bewerten die aktuellen Schüleraktionen „Fridays for future – für mehr Klimaschutz“ sehr positiv und fordern die sogenannte Zivilgesellschaft auf, es denen gleichzutun. Sind nur die Jugendlichen in der Position, die Verantwortlichen zu engagiertem Klimaschutz zu drängen? Nein, wir Erwachsenen haben die Verantwortung, den Kindern eine lebenswerte Welt zu hinterlassen!

Dazu gehört auch die hier wieder und wieder thematisierte Forderung nach Schonung der Trinkwasser-Reserven und nach alternativer Grundwasser-Förderung. „Die Lobby unserer Enkel und Urenkel, das sind wir“, sagt Sabine Schlacke, Juraprofessorin an der Universität Münster und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beraterkreises der Bundesregierung zu globalen Umweltveränderungen (WGBU). Das sei nicht nur durch das Nachhaltigkeitsprinzip rechtlich festgeschrieben, sondern auch unsere Pflicht, den nächsten Generationen noch eine lebenswerte und bewohnbare Welt zu überlassen.

Wo bleiben die Institutionen und Personen, die auch in die Tiefe – im wahrsten Sinne des Wortes – schauen? Die sich fragen, was kommt denn danach, wenn jetzt schon klar ist, dass das Wasser nicht einmal für seriöse und gewissenhafte Pumpversuche reicht. Wenn schon jetzt klar ist, dass die nachfolgende Generation das ausbaden muss, obwohl, ironisch betrachtet, nicht einmal etwas zum Baden übrig bleibt. –>Weiterlesen

Das Kräftemessen geht weiter!

Klagefrist nur bis 25. April 2019…

Kräftemessen Der Landkreis Emsland hat die am 01. September 2016 vom Wasserverband Lingener Land (WVLL) beantragten Pumpversuche mit Erlaubnis vom 11. Februar 2019 und Amtlicher Bekanntmachung vom 28. Februar 2019 genehmigt.

Den genauen Wortlaut der Bekanntmachung finden Sie hier.

Unter Bekanntmachungsunterlagen als PDF-Dateien (Bereitstellung bis 25.03.2019) können Sie alle relevanten Unterlagen herunterladen. Sie liegen ebenfalls vom 12. bis 25. März 2019 an den bekannten Stellen öffentlich aus (vgl. Bekanntmachung).

Als Teil der umfangreichen Bekanntmachungsunterlagen finden Sie den Wortlaut der Erlaubnis mit Stellungnahme zu den erfolgten Einwendungen hier.

Bitte beachten Sie die Rechtsbehelfsbelehrung. Es kann nur geklagt werden. Klagen müssen vor dem Verwaltungsgericht Osnabrück eingereicht haben. Die Klage-Frist ist unbedingt zu beachten.

Wir werden in Kürze umfassender zur Erlaubnis des Landkreises Emsland Stellung beziehen.

AG Unser Wasser geht auf Sendung

Wir reden Klartext! – In der Sendung Klartext des Bürgerradios Ems-Vechte-Welle am 18. Dezember 2018, 19:00 bi 20:00 Uhr

Am 18. Dezember 2018 war es soweit: Wir waren zu Gast im Studio des Bürgerradios Ems-Vechte-Welle – Kopfhörer auf, ‘Ruhe bitte’ und schon ging es los. Eine Stunde lang hatten wir die Gelegenheit, Argumente für den Erhalt des Grundwassers in Lengerich, Handrup und Umgebung auszutauschen und Begründungen darzulegen, warum das geplante Wasserwerk des Wasserverbandes Lingener Land und die beim Landkreis beantragten Pumpversuche den bisher intakten Natur- und Wasserhaushalt dieser Region nachhaltig und dauerhaft schädigen.

Besonders die negativen Auswirkungen der Pumpversuche aus den 80er Jahren ist vielen noch in Erinnerung – damals nur 9 Tage lang, es war jeweils nur ein Brunnen aktiv. Jetzt sind drei Jahre Dauerpumpen aus allen drei Brunnen beantragt, im dritten Jahr mit Volllast. Obwohl die zuständige Behörde in der Vergangenheit schon zweimal für dieses Gebiet das Fazit ungeeignet zog, unternimmt der Wasserverband einen erneuten Anlauf.

Im Interview informierten wir über die entstehenden Absenktrichter und die großflächigen Grundwasserabsenkungen mit den negativen Auswirkungen für Feldpflanzen, Forsten und Gebäude.

Unsere Messungen und Beobachtungen im Gelände zeigen, dass die Ökosysteme, die von den Pumpversuchen erfasst werden, bereits jetzt sehr stark gefährdet sind. Wir berichteten daher von erfolgreichen Beispielen alternativer Trinkwasseraufbereitung, von der Herstellung von Oberflächen- zu Prozesswasser für die Industrie und warum die Entnahme hierfür aus Ems, Dortmund-Ems-Kanal und aus dem Speicherbecken Geeste die einzigartige Chance bietet, die bereits knappen Grundwasser-Reserven zu schonen.

Der Wasserverband lehnt kategorisch Alternativen zum Fördergebiet und zur Fördermethodik ab. Der Landkreis prüft lediglich nach rechtlichen Vorgaben, so erscheint es zumindest, und argumentiert mit nur Pumpversuche, nur drei Jahre – und scheint vergessen zu haben, dass bereits in der Vergangenheit zweimal für dieses Gebiet das Prädikat ungeeignet erteilt wurde.

Wir fordern daher den sofortigen Stopp der Erschließung!

Das ganze Radiointerview können Sie hier nachhören. Aufgrund der Datenmenge und der technischen Voraussetzung, die zum Abhören der Audiodatei nötig ist, haben wir für Sie eine Protokollanfertigung gemacht. In diesen Interviewauszügen können Sie sich schnell und unkompliziert einen Überblick über die Radiosendung verschaffen.

In der Rubrik Download finden Sie aktuelle Niederschlagsverteilungen und Wasserstandsdaten der betroffenen Bachläufe. Hierin wird deutlich, dass von den umliegenden offiziellen Messstationen nicht auf das Einzugsgebiet der vorgesehenen Förderbrunnen geschlossen werden kann, so wie es in den Gutachten zu den Pumpversuchen gemacht wurde.

Hiesiges Grundwasser in Gefahr! – Landkreis erarbeitet Konzept?

Stellungnahme der AGUW zum NOZ-Artikel vom 28.Mai 2018 – so nicht!

Eine seriöse Überprüfung von behaupteten Fakten und Aussagen auf ihre Richtigkeit bedeutet Aufwand und Zeit. Besonders dann, wenn es sich um Ausführungen zu einem so komplexen wie auch sensiblen Thema handelt, wie es die Materie zur Grundwasserförderung und zum Grundwasserschutz sind. Mit diesem Homepagebeitrag wollen wir die Sachlage richtig stellen: In dem o.g. NOZ-Artikel Emsland erarbeitet Konzept zum Grundwasserschutz (1) berichtet der Redakteur über eine jüngst stattgefundene Sitzung des Umweltausschusses des Landkreises Emsland. Leider versorgt der Zeitungsartikel die Öffentlichkeit unvollständig, mit Halbwahrheiten und sogar einer Falschmeldung:

4 (nur 4?) Grundwasserkörper in Niedersachsen zeigen demnach fallende Grundwasserstände, davon 2 im Emsland. Ursachen hierfür seien einerseits steigender Wasserbedarf, andererseits der Klimawandel. Im Fokus steht nicht nur die Grundwassermenge sondern auch dessen Qualität, welches noch gut sei, wenn es aus tiefen Schichten gewonnen wird. Falsch ist, dass die genannten Grundwasserkörper gefährdet seien. Tatsächlich sind es andere, aus denen intensiv Trinkwasser gefördert wird oder gefördert werden soll. Und unvollständig wäre ein Konzept, welches Maßnahmen lediglich auf die Qualität aber nicht auf die Grundwassermenge bezieht.

Zur Erinnerung: derselbe Ausschuss und die ihm angehörigen Politiker, welche gemäß NOZ nun den Verantwortlichen im Landkreis empfehlen, das Grundwasser im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie zu erhalten (Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot), setzten sich dafür ein, dass das Antragsverfahren des Wasserverbandes Lingener Land (WVLL) zu den Pumpversuchen in Lengerich-Handrup positiv im Sinne des WVLL entschieden wird – und damit zu Lasten der hiesigen Natur und Umgebung. –>Weiterlesen

Keine Pumpversuche ohne Alternativen!

So nicht! – Stellungnahme der AGUW zur stattgefundenen Anhörung zu den Pumpversuchen – Teil IV

Am 01. September 2016 beantragte der Wasserverband Lingener Land (WVLL) beim Landkreis Emsland (LK) einen auf drei Jahre angelegten Pumpversuch, um im Anschluss hieran in Lengerich-Handrup ein neues Wasserwerk einzurichten. Vergeblich suchten wir in den Antragsunterlagen glaubwürdige Aussagen zur Umweltverträglichkeit. Angaben zu möglichen Abbruchkriterien und zur alternativen Wasserförderung fehlten ganz.

Kritik hierzu kam von Vertretern der Träger öffentlicher Belange (TöBs) und von den zahlreich anwesenden Einwendern. Sie sehen wie wir von der AGUW eine nachhaltige und dauerhafte Gefährdung des bisher intakten Natur- und Wasserhaushaltes durch die Pumpversuche in Lengerich-Handrup und fordern Keine Pumpversuche ohne UVP! und Keine Pumpversuche ohne Abbruchkriterien! Stattdessen werden ein Umdenken und die ernsthafte Prüfung von sinnvollen Alternativen verlangt. Dies ist ein Ergebnis der ganztägigen Anhörung am 31.05.2017 in Meppen bei der Unteren Wasserbehörde. –>Weiterlesen

Keine Pumpversuche ohne Abbruchkriterien!

So nicht! – Stellungnahme der AGUW zur stattgefundenen Anhörung zu den Pumpversuchen – Teil III

Am 01. September 2016 beantragte der Wasserverband Lingener Land (WVLL) beim Landkreis Emsland (LK) einen auf drei Jahre angelegten Pumpversuch, um im Anschluss hieran in Lengerich-Handrup ein neues Wasserwerk einzurichten. Vergeblich suchten wir in den Antragsunterlagen glaubwürdige Aussagen zur Umweltverträglichkeit. Und da der Landkreis eine diesbezügliche Prüfung nicht für erforderlich hielt, hat der WVLL auch keine Abbruchkriterien mehr definiert. Weder Andeutungen noch sonst irgendwelche Hinweise in den Unterlagen darauf, dass das beantragte Projekt aus seiner Sicht scheitern könnte.

Kritik hierzu kam von Vertretern der Träger öffentlicher Belange (TöBs) und von den zahlreich anwesenden Einwendern. Sie sehen wie wir von der AGUW eine nachhaltige und dauerhafte Gefährdung des bisher intakten Natur- und Wasserhaushaltes durch die Pumpversuche in Lengerich-Handrup und fordern Keine Pumpversuche ohne UVP! sowie festgelegte und abgestimmte Abbruchkriterien. Dies ist ein Ergebnis der ganztägigen Anhörung am 31.05.2017 in Meppen bei der Unteren Wasserbehörde. Das 104seitige Protokoll zzgl. 60 Seiten als Anlage ist nicht nur im Umfang, sondern auch in Wort und im Inhalt stark (1). Dort sind in 36 Wortbeiträgen der Punkt ‘Fehlende Abbruchkriterien’ erörtert worden. –>Weiterlesen